Unsere Feuerwehr - Im Spiegel der vergangenen 50 Jahre ( Stand 1997 )
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Schon
seit Menschengedenken bangte der Bevölkerung vor Feuersbrünsten,
denn oft fielen ganze Straßenzüge, ja sogar ganze Orts- bzw. Stadtteile dem
Feuer zum Opfer.
Die vorhandenen Einsatzkräfte, es gab vielerorts sogenannte
Pflichtfeuerwehren, waren außerstande, mit dem seinerzeit vorhandenen Gerät,
der Brandausbreitung effektiv entgegenzuwirken.
Auch
Düshorn blieb von derartigen Katastrophen nicht verschont. Die erste
nachweisliche Feuersbrunst wütete 1637 in unserem Ort. In der Nacht zum 31. März
im Jahre 1824 waren die Bürger einer weiteren Brandkatastrophe ausgesetzt.
Am nächsten Morgen mußte festgestellt werden, daß insgesamt 71 Gebäude,
darunter 24 Wohnhäuser, die Schule, der Kirchturm, viele Häuslingshäuser
sowie Nebengebäude, Stallungen und andere der Feuersbrunst zum Opfer gefallen
waren.
Bis zum Jahre 1938 bestand dann auch in Düshorn eine Pflichtfeuerwehr.
Danach kam es zur Aufstellung einer Freiwilligen Feuerwehr, wie alten
Aufzeichnungen zu entnehmen ist. Weitere Aufzeichnungen, wahrscheinlich bedingt
durch die Kriegseinwirkungen, existieren darüber leider nicht.
Fest steht allerdings, daß nach dem 08. Mai 1945, dem Tag, an dem das Deutsche Reich aufhörte zu bestehen, keine freiwilligen Feuerwehren mehr in Deutschland
bestehen durften, genau wie alle anderen Vereine, Verbände und Organisationen gemäß Forderung der sogenannten Siegermächte aufgelöst werden
mußten. Doch bald wurde festgestellt, welche Fehler da gemacht wurden.
So erinnerte man sich wieder der Pflichtfeuerwehren, jedoch Brände und andere Katastrophen nahmen Ausmaße an, die beängstigend waren, denn die
Pflichtfeuerwehren erwiesen sich als völlig unfähig, ohne Ausbildung und Gerät
ganz verständlich.
Der Neuanfang
Aus
dieser Notsituation heraus wurden überall im Lande wieder freiwillige Feuerwehren gegründet, so auch in Düshorn.
Nach
einer Gemeindeversammlung im November 1946, bei der das Thema " Gründung einer freiwilligen Feuerwehr "
eingehend diskutiert wurde, kam es am 1 Februar 1947 zu einer weiteren Zusammenkunft, diesmal auf dem Saal bei Bunke. Es war ein kalter Sonntagmorgen. Etwa 30 interessierte männliche
Einwohner saßen vermummt in dicken Joppen an einem langen Tisch und hörten
Heinrich Cohrs zu, der mit eindringlichen Worten die Notwendigkeit
interpretierte: "Wir müssen in Düshorn unbedingt eine Freiwillige
Feuerwehr aufstellen". 23
Personen meldeten sich freiwillig, und die
"
Freiwillige Feuerwehr Düshorn" war gegründet.
Sofort
schritt man zur Wahl eines Gemeindebrandmeisters. Heinrich Cohrs jun. wurde einstimmig gewählt, sein Stellvertreter und l. Gruppenführer wurde
Alfred Bremer. Jedem war wohl klar, welche Schwierigkeiten in der Anfangsphase auf sie zukommen würden, denn es fehlte ja fast
alles.
Hautnah spürten dies die Mitglieder der eben ins Leben gerufenen Feuerwehr Düshorn schon gleich nach ihrer Zustimmung. Ein frierender "
Feuerwehrmann"
rief "Abbu" zu - das war der Künstlername des damaligen Wirtes-, mach
uns mal einen steifen Grog. „O.K.", antwortete der Wirt, ich guck schon mal nach
Wasser und Zucker, besorg du mal ne Flasche Rum.
Die
ersten Jahre
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Die
Gestaltung der Dienste in den ersten Jahren war dann auch sehr einseitig. |
Die
Finanzen der Gemeinde waren auch nicht rosig, somit auch nicht an Uniformen oder
Schlauchmaterial zu
denken.
Unser
erster Großeinsatz
Unsere
alte Pumpe förderte ergiebig Wasser, wenn sie lief, aber öfter hatte sie ihre
Mucken. So auch am 23. Dezember 1951, als kurz vor Mittemacht der LKW des Fuhrunternehmers Hermann Dopmann und der Unterstand brannte. Ein
Fachmann bekam sie dann aber doch noch rechtzeitig in Gang und das angrenzende
Wohnhaus (heute Oelfke-Glockenberg) konnte gehalten werden.
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Wie
ja bereits erwähnt, benötigten die damaligen Schläuche optimale Pflege, also
wurde ein Schlauchturm an das damalige Gerätehaus - soweit man es so nennen
kann - angebaut. Mittel der Gemeinde. Holzspenden und viele Stunden Eigenleistung ermöglichten es, daß am 30.07.1952 Richtfest gefeiert werden konnte. |
Fortgeschrittener
Ausbildungsstand
Neben
der Pflege der Wasserentnahnestellen im Ort und auch in
Bockhorn, legten wir den Schwerpunkt auf
die praxisnahe Ausbildung. Der Ort Bockhorn wurde schon immer in
brandschutztechnischer Sicht von
Düshorn mit betreut.
Am
20. Juli 1952 geschah das fast "Unglaubliche". Bei den Wettkämpfen in
Oberhode wurde Düshorn Sieger. Den weiteren Verlauf des Tages zu schildern, wäre
"Papiervergeudung".
Seit diesem Tage hatte Düshorn "Deutschlands besten Maschinisten".
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An
den Wettbewerben wurde übrigens permanent teilgenommen bis zum heutigen Tage.
Unzählige Plaketten, Urkunden und Pokale sprechen da eine eindeutige Sprache. |
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Selbstverständlich
wurde auch die Kameradschaftspflege nicht außer acht gelassen.
Kameradschaftsabende, Fahrten, öffentliche Bälle und andere Aktionen liefen
ab, doch davon an anderer Stelle mehr.
Ab 1953 veranstalteten wir über einige Jahre hinweg immer ein Militärkonzert,
zu welchem das ehm. Trompeterkorps des Art. Reg. 22 Verden aufspielte, der Saal
war stets gefüllt bis auf den letzten Stuhl.
Endlich
motorisiert
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Fast unerträglich war der Tatbestand, daß wir im Bedarfsfalle immer ein Zuggefährt für unseren TSA (TragkraftSpritzen-Anhänger) brauchten, wertvolle Zeit ging verloren. Das änderte sich am 20. Nov.1955 schlagartig, als Gemeinde von der Gemeinde Velpke bei Wolfsburg einen offenen Pritschenwagen Opel-Blitz, umgebaut von einem Gemüsehändlerauto zum Feuerwehr-Cabrio, erwerben konnte. |
Ein
weiterer Meilenstein
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In
all den Jahren ging es weiter aufwärts, seitens der Gemeinde gab es auch jährlich
einige erforderliche Ausrüstungsgegenstände, in Bockhorn wurden zwei, in Düshorn
eine Zisterne gebaut, und dann kam der 15. November 1963 Am Rehrweg stand ein
neu erbautes Feuerwehrhaus, welches wir ab diesem Tag nutzen durften. Und dazu
in der Fahrzeughalle, ein nagelneues Löschgruppenfahrzeug - LF8 - Opel -. Etwa
60.000.-DM kostete diese Investition der Gemeinde. Wie sagt man so schön:
„Nun waren wir erst mal aus dem Schneider". Eine Bereicherung fand unser
"Neues Domizil" dann noch, als nach erfolgtem Ausbau des
Dachgeschosses im Herbst 1965 Bernd Kaminski mit seiner Familie einzog. |
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